Wurzelbehandlung

Der Erhalt Ihres natürlichen Zahns ist uns wichtig!
Warum ist eine Wurzelbehandlung notwendig um Ihren natürlichen Zahn zu erhalten?

Innerhalb jedes Zahns liegt die Pulpa (umgangssprachlich Zahnnerv), die aus Nervenfasern, Blut- und Lymphgefäßen besteht. Wird die Pulpa aufgrund von bakteriellen Infektionen oder kleineren Verletzungen angegriffen, kann dies zu einer Entzündung des Zahnnervs führen. Wird diese Entzündung nicht ausreichend behandelt, kann das bis zum Absterben des Zahnnervs führen oder bakterielle Infektionen der Wurzelkanäle zur Folge haben. In extremen Fällen kann dies zu einer chronischen, knochenauflösenden Entzündung führen.

Früher gab es keine Rettung für solche Zähne. Da das Wurzelkanalsystem eines Zahnes oft sehr grazil und verwinkelt ist, gab es keine Behandlungsmöglichkeit, weshalb der Zahn gezogen werden musste. Heute empfiehlt eine Wurzelkanalbehandlung, die in der Regel den Zahn rettet. In der Wurzelbehandlung ist ein äußerst sorgfältiges Arbeiten notwendig, welches durch den Einsatz von Lupenbrillen gewährleistet wird, um auch die kleinsten verzweigten Wurzelkanäle Kanäle zu finden, zu säubern und zu verschließen.

Mit einer auf Endodontie ausgerichteten Behandlung können mittlerweile Fälle gelöst werden, die früher als aussichtslos galten. Kommt es nach einer Wurzelbehandlung trotz der hohen Erfolgsraten zu einer erneuten Entzündung, führen wir eine Revisionsbehandlung durch. So können wir den Zahn retten und Ihnen eine aufwendige weitere Behandlung ersparen.

Unser endodontologisches Therapiespektrum umfasst die primäre Wurzelkanalbehandlung, die Revisionsbehandlung und die Wurzelspitzenresektion, die erst dann erfolgt wenn die Wurzelbehandlung erfolglos geblieben ist.

Wegweiser durch die Wurzelkanalbehandlungen und Fragen & Antworten finden Sie im Folgenden!

Der Verlauf der primären Wurzelkanalbehandlung

1. Kofferdam (engl. coffer = dicht + dam = Deich)

Zunächst wird der Zahn mit einem Gummituch vom Mundraum isoliert. Damit wird zum einen verhindert, dass Bakterien aus dem Speichel in den Zahn gelangen können, zum anderen wird sicher verhindert, dass Spülflüssigkeiten in den Rachen gelangen.

2. Zugang

Der Zahnarzt verschafft sich einen Zugang zum Kanalsystem, um die äußerst feinen Kanalstrukturen zu betrachten. Dabei muss er sehr vorsichtig vorgehen, um den Zahn nicht unnötig zu schwächen. Vergrößerungssysteme (wie z. B. Lupenbrille oder Mikroskop) sind hier oft unumgängliche Hilfen, um auch kleinste Details sicher zu erkennen und substanz- schonend behandeln zu können.

3. Wurzelkanalaufbereitung

Im weiteren Verlauf reinigt der Zahnarzt die Kanäle mit feinen Instrumenten und desinfizierenden Spülungen. Wichtig ist vor allem, die Kanäle auf voller Länge zu reinigen. Dafür ist die Anfertigung von Röntgenbildern notwendig. Zusätzlich kann die Kanallänge auch elektrometrisch sehr genau bestimmt werden. Manchmal sind mehrere Sitzungen für medikamentöse Einlagen notwendig, um den Zahn von Bakterien zu befreien.

4. Wurzelkanalfüllung

Nachdem die Kanäle gründlich gereinigt worden sind, füllt der Zahnarzt das Kanalsystem mit Guttapercha, einem biokompatiblen Naturmaterial. Dadurch wird verhindert, dass Bakterien das Kanalsystem wieder besiedeln und infizieren können. Der Zugang durch die Zahnkrone wird mit einem Füllungsmaterial dicht verschlossen.

Ablauffolge einer primären Wurzelbehandlung
Fragen und Antworten zur Revisionsbehandlung

Warum braucht mein Zahn eine erneute Wurzelkanalbehandlung?

Das Ziel einer Wurzelkanalbehandlung ist es, die Wurzelkanäle des Zahnes von Bakterien zu reinigen und durch eine dichte Wurzelkanalfüllung deren Wiederbesiedelung zu verhindern. Wenn jedoch Bakterien im Kanalsystem verblieben sind, können sich diese wieder vermehren, wenn

  • Kanäle übersehen wurden
  • Kanäle nicht auf ausreichender Länge oder Breite bearbeitet wurden
  • aufgrund einer komplexen Kanalanatomie die Reinigungswirkung zu gering war

Ein weiterer Grund für eine erneute Infektion durch bakterielle Besiedelung des bereits gefüllten Kanalsystems kann auch eine Wurzelkanalfüllung sein, die dem Speichel mit seinen Bakterien ausgesetzt ist. Dies ist oft die Folge von Karies oder einer zu späten Versorgung mit einer definitiven Füllung oder Krone.

Wenn mein Zahn „tot” ist, warum schmerzt er dann trotzdem?

Bei der Wurzelkanalbehandlung wird das Gefäß-Nervenbündel aus dem Inneren der Wurzel entfernt. Der Zahn ist aber in ein Zahnfach eingebettet, welches sich entzünden kann. Wenn es durch Bakterien aus dem Inneren des Zahnes zu einer akuten Entzündung des Zahnfaches kommt, dann können Schmerzen, Schwellung und Eiterbildung die Folge sein.

Können alle Zähne durch eine Revision erhalten werden?

Jeder medizinischen Therapie sind Grenzen gesetzt. So kann es in komplexen Fällen unmöglich sein, das Kanalsystem vollständig zu reinigen. Manchmal muss ein chirurgischer Eingriff unterstützend vorgenommen werden, um den Zahn zu erhalten.

Wenn ich keine Schmerzen habe, ist dann mein Zahn gesund?

Bei chronischen Formen der Infektion verläuft diese häufig ohne jegliche Beschwerden. Nicht selten werden die Folgen der Infektion erst auf einem Röntgenbild entdeckt. Der Zahnarzt sieht dann, dass sich der Knochen um die Zahnwurzel aufgelöst hat. Dieser Abbau ist fortschreitend und kann sich in eine akute Entzündung mit Schmerzen, Schwellung und Eiterbildung umwandeln.

Ablauf einer Revisionsbehandlung

1. Kofferdam (engl. coffer = dicht + dam = Deich)

Zunächst wird der Zahn mit einem Gummituch (Kofferdam) vom Mundraum isoliert. Damit wird zum einen verhindert, dass der mit Bakterien versehene Speichel in den Zahn gelangt, und zum anderen gelangen keine fremden Stoffe in den Rachen.

2. Entfernung der alten Wurzelkanalfüllung

Der Zahnarzt muss zunächst die bestehende Füllung aus den Kanälen entfernen. Ist der Zahn mit einem Wurzelstift versorgt, muss auch dieser herausgenommen werden. Die Entfernung kann je nach Art der in der Wurzelkanalfüllung verwendeten Materialien und abhängig von der Art der Wurzelstifte unterschiedlich schwierig und sehr zeitaufwändig sein. Dafür sind Vergrößerungssysteme (z. B. Lupenbrille oder Mikroskop) eine sehr wertvolle Hilfe und manchmal sogar eine Voraussetzung, um auch kleinste Details sicher zu erkennen und substanzschonend behandeln zu können.

3. Wurzelkanaldesinfektion

Im weiteren Verlauf ist es wichtig, das gesamte Kanalsystem gründlich zu reinigen. Füllte die alte Wurzelkanalfüllung das Kanalsystem nicht vollständig aus, so müssen die noch unbehandelten Anteile erschlossen werden. Ist dies gelungen, können die Wurzelkanäle mit feinen Instrumenten und desinfizierenden Spülungen gereinigt werden.

4. Wurzelkanalfüllung

Nachdem die Kanäle gründlich gereinigt worden sind, füllt der Zahnarzt das Wurzelkanalsystem. Der Zugang durch die Zahnkrone wird zunächst provisorisch mit einem Füllmaterial dicht verschlossen.

Fragen und Antworten zur Wurzelspitzenresektion

Warum braucht mein Zahn eine chirurgische Wurzelbehandlung?

Die Wurzelbehandlung dient der Zahnerhaltung. Grundlage für den Erfolg der Behandlung ist eine sorgfältige Reinigung des äußerst feinen Wurzelkanalsystems. Selbst bei Verwendung optischer Vergrößerung und äußerst fein-mechanischer Instrumente lassen sich in einigen Fällen alte Wurzelfüllmaterialien oder Wurzelstifte nicht aus dem Kanal entfernen. Trotz aller Sorgfalt und modernster Behandlungstechnik können Bakterien zurückbleiben, die Probleme verursachen.

Auch nach einer bereits durchgeführten nicht-chirurgischen Wurzelbehandlung kann ein unterstützender chirurgischer Eingriff notwendig sein, wenn die Heilung ausbleibt. In solchen Fällen bildet sich Entzündungsgewebe an der Wurzelspitze oder es treten Beschwerden anderer Ursache auf.

Wenn eine Wiederholung der Wurzelbehandlung als nicht erfolgversprechend erscheint, bleibt in den meisten Fällen die chirurgische Wurzelbehandlung in Form der Wurzelspitzenresektion (WSR) als einziger Ausweg zur Zahnerhaltung.

Welche Alternativen der Zahnbehandlung habe ich?

Wurzelbehandlungen stellen oft die letzte Möglichkeit dar, einen Zahn zu erhalten. Im Falle eines Misserfolges sind Revisionen oder chirurgische Eingriffe die einzigen noch verbleibenden Alternativen außer der Extraktion (Entfernung). Der extrahierte Zahn muss in der Regel durch Zahnersatz (Brücke, Implantat, Prothese…) ersetzt werden.

Ist die Wurzelspitzenresektion eine Alternative zur nicht-chirurgischen Wurzelbehandlung?

Für den Erfolg einer Wurzelbehandlung sind die Reinigung und Füllung des gesamten Kanalsystems notwendig. Dies kann eine Wurzelspitzenresektion nicht leisten, da bei dieser Therapie nur im Bereich der Wurzelspitze behandelt wird.

Eine Wurzelspitzenresektion kann niemals eine gründliche Reinigung und exakte Füllung der kompletten Wurzelkanäle ersetzen. So ist in der Regel eine möglichst ordnungsgemäße nicht-chirurgische Wurzelbehandlung die Voraussetzung für einen erfolgversprechenden chirurgischen Eingriff.

Welche Komplikationen können auftreten?

Bei jedem chirurgischen Eingriff sind Komplikationen möglich. Einige Komplikationen lassen sich durch das Verhalten nach dem Eingriff minimieren (z.B. gut kühlen, kein Sport, nicht rauchen, …). Je nach Zahngebiet können auch anatomische Strukturen (z. B. Nerven, Kieferhöhle) eine enge Lagebeziehung zur Wurzelspitze haben. Für die Darstellung ist ggf. ein zusätzliches Röntgenbild notwendig. Ihr Zahnarzt wird Sie nach gründlicher Untersuchung über die möglichen Komplikationen und Risiken aufklären. Nach dem Eingriff erhalten Sie dann genaue Anweisungen, wie Sie sich verhalten sollten, um den Heilungsverlauf so optimal wie möglich zu gestalten.

Wie ist die Prognose einer chirurgischen Wurzelkanalbehandlung?

In der Literatur wird die Erfolgschance einer Wurzelspitzenresektion mit über 80% angegeben. Die Prognose ist aber auch in entscheidendem Maße von der Qualität der vorherigen nicht-chirurgischen Wurzelkanalaufbereitung und Wurzelkanalfüllung abhängig.

Die Abfolge einer Wurzelspitzenresektion (WSR)

Grundsätzlich ist zu sagen, dass häufig im Zusammenhang mit einer WSR die zuvor durchgeführte Wurzelkanalfüllung erneuert werden muss. Das heißt, der Wurzelkanal wird erneut gereinigt, desinfiziert und gefüllt.

Der chirurgische Eingriff findet in folgenden Schritten statt:

1. Freilegung der Wurzelspitze

Im ersten Schritt wird nach einer Anästhesie die Mundschleimhaut über der Wurzelspitze gelöst und angehoben, um den Knochen über der Wurzelspitze freizulegen. Nun kann im zweiten Schritt das Entzündungsgewebe entfernt und der Bereich um die Wurzelspitze gesäubert werden.

2. Reinigung des Wurzelkanals

Mit grazilen Ultraschallspitzen wird der Wurzelkanal von der Wurzelspitze her aufbereitet und gereinigt. Für eine schonende und sichere Durchführung, besonders im Sinne einer Reinigung und Füllung der Wurzelkanäle von der Wurzelspitze aus, sind grazile Spezialinstrumente wie z.B. feine Ultraschallspitzen, feinste Füllspatel und Stopfer notwendig.

3. Wurzelkanalfüllung und Wundverschluss

Danach wird der Wurzelkanal auch von der Wurzelspitze aus wieder gefüllt und das Wundgebiet vernäht. Das Ergebnis wird mit einem Röntgenbild überprüft.

4. Heilung und Nachkontrolle

Bei erfolgreicher Behandlung heilt der Knochendefekt nach einem Zeitraum von mehreren Monaten. Das Heilungsergebnis wird mit Röntgenbildern in regelmäßigen Abständen kontrolliert.

Primär-Behandlung

Der Verlauf der primären Wurzelkanalbehandlung

1. Kofferdam (engl. coffer = dicht + dam = Deich)

Zunächst wird der Zahn mit einem Gummituch vom Mundraum isoliert. Damit wird zum einen verhindert, dass Bakterien aus dem Speichel in den Zahn gelangen können, zum anderen wird sicher verhindert, dass Spülflüssigkeiten in den Rachen gelangen.

2. Zugang

Der Zahnarzt verschafft sich einen Zugang zum Kanalsystem, um die äußerst feinen Kanalstrukturen zu betrachten. Dabei muss er sehr vorsichtig vorgehen, um den Zahn nicht unnötig zu schwächen. Vergrößerungssysteme (wie z. B. Lupenbrille oder Mikroskop) sind hier oft unumgängliche Hilfen, um auch kleinste Details sicher zu erkennen und substanz- schonend behandeln zu können.

3. Wurzelkanalaufbereitung

Im weiteren Verlauf reinigt der Zahnarzt die Kanäle mit feinen Instrumenten und desinfizierenden Spülungen. Wichtig ist vor allem, die Kanäle auf voller Länge zu reinigen. Dafür ist die Anfertigung von Röntgenbildern notwendig. Zusätzlich kann die Kanallänge auch elektrometrisch sehr genau bestimmt werden. Manchmal sind mehrere Sitzungen für medikamentöse Einlagen notwendig, um den Zahn von Bakterien zu befreien.

4. Wurzelkanalfüllung

Nachdem die Kanäle gründlich gereinigt worden sind, füllt der Zahnarzt das Kanalsystem mit Guttapercha, einem biokompatiblen Naturmaterial. Dadurch wird verhindert, dass Bakterien das Kanalsystem wieder besiedeln und infizieren können. Der Zugang durch die Zahnkrone wird mit einem Füllungsmaterial dicht verschlossen.

Ablauffolge einer primären Wurzelbehandlung
Revisions-Behandlung
Fragen und Antworten zur Revisionsbehandlung

Warum braucht mein Zahn eine erneute Wurzelkanalbehandlung?

Das Ziel einer Wurzelkanalbehandlung ist es, die Wurzelkanäle des Zahnes von Bakterien zu reinigen und durch eine dichte Wurzelkanalfüllung deren Wiederbesiedelung zu verhindern. Wenn jedoch Bakterien im Kanalsystem verblieben sind, können sich diese wieder vermehren, wenn

  • Kanäle übersehen wurden
  • Kanäle nicht auf ausreichender Länge oder Breite bearbeitet wurden
  • aufgrund einer komplexen Kanalanatomie die Reinigungswirkung zu gering war

Ein weiterer Grund für eine erneute Infektion durch bakterielle Besiedelung des bereits gefüllten Kanalsystems kann auch eine Wurzelkanalfüllung sein, die dem Speichel mit seinen Bakterien ausgesetzt ist. Dies ist oft die Folge von Karies oder einer zu späten Versorgung mit einer definitiven Füllung oder Krone.

Wenn mein Zahn „tot” ist, warum schmerzt er dann trotzdem?

Bei der Wurzelkanalbehandlung wird das Gefäß-Nervenbündel aus dem Inneren der Wurzel entfernt. Der Zahn ist aber in ein Zahnfach eingebettet, welches sich entzünden kann. Wenn es durch Bakterien aus dem Inneren des Zahnes zu einer akuten Entzündung des Zahnfaches kommt, dann können Schmerzen, Schwellung und Eiterbildung die Folge sein.

Können alle Zähne durch eine Revision erhalten werden?

Jeder medizinischen Therapie sind Grenzen gesetzt. So kann es in komplexen Fällen unmöglich sein, das Kanalsystem vollständig zu reinigen. Manchmal muss ein chirurgischer Eingriff unterstützend vorgenommen werden, um den Zahn zu erhalten.

Wenn ich keine Schmerzen habe, ist dann mein Zahn gesund?

Bei chronischen Formen der Infektion verläuft diese häufig ohne jegliche Beschwerden. Nicht selten werden die Folgen der Infektion erst auf einem Röntgenbild entdeckt. Der Zahnarzt sieht dann, dass sich der Knochen um die Zahnwurzel aufgelöst hat. Dieser Abbau ist fortschreitend und kann sich in eine akute Entzündung mit Schmerzen, Schwellung und Eiterbildung umwandeln.

Ablauf einer Revisionsbehandlung

1. Kofferdam (engl. coffer = dicht + dam = Deich)

Zunächst wird der Zahn mit einem Gummituch (Kofferdam) vom Mundraum isoliert. Damit wird zum einen verhindert, dass der mit Bakterien versehene Speichel in den Zahn gelangt, und zum anderen gelangen keine fremden Stoffe in den Rachen.

2. Entfernung der alten Wurzelkanalfüllung

Der Zahnarzt muss zunächst die bestehende Füllung aus den Kanälen entfernen. Ist der Zahn mit einem Wurzelstift versorgt, muss auch dieser herausgenommen werden. Die Entfernung kann je nach Art der in der Wurzelkanalfüllung verwendeten Materialien und abhängig von der Art der Wurzelstifte unterschiedlich schwierig und sehr zeitaufwändig sein. Dafür sind Vergrößerungssysteme (z. B. Lupenbrille oder Mikroskop) eine sehr wertvolle Hilfe und manchmal sogar eine Voraussetzung, um auch kleinste Details sicher zu erkennen und substanzschonend behandeln zu können.

3. Wurzelkanaldesinfektion

Im weiteren Verlauf ist es wichtig, das gesamte Kanalsystem gründlich zu reinigen. Füllte die alte Wurzelkanalfüllung das Kanalsystem nicht vollständig aus, so müssen die noch unbehandelten Anteile erschlossen werden. Ist dies gelungen, können die Wurzelkanäle mit feinen Instrumenten und desinfizierenden Spülungen gereinigt werden.

4. Wurzelkanalfüllung

Nachdem die Kanäle gründlich gereinigt worden sind, füllt der Zahnarzt das Wurzelkanalsystem. Der Zugang durch die Zahnkrone wird zunächst provisorisch mit einem Füllmaterial dicht verschlossen.

chiriugische Behandlung
Fragen und Antworten zur Wurzelspitzenresektion

Warum braucht mein Zahn eine chirurgische Wurzelbehandlung?

Die Wurzelbehandlung dient der Zahnerhaltung. Grundlage für den Erfolg der Behandlung ist eine sorgfältige Reinigung des äußerst feinen Wurzelkanalsystems. Selbst bei Verwendung optischer Vergrößerung und äußerst fein-mechanischer Instrumente lassen sich in einigen Fällen alte Wurzelfüllmaterialien oder Wurzelstifte nicht aus dem Kanal entfernen. Trotz aller Sorgfalt und modernster Behandlungstechnik können Bakterien zurückbleiben, die Probleme verursachen.

Auch nach einer bereits durchgeführten nicht-chirurgischen Wurzelbehandlung kann ein unterstützender chirurgischer Eingriff notwendig sein, wenn die Heilung ausbleibt. In solchen Fällen bildet sich Entzündungsgewebe an der Wurzelspitze oder es treten Beschwerden anderer Ursache auf.

Wenn eine Wiederholung der Wurzelbehandlung als nicht erfolgversprechend erscheint, bleibt in den meisten Fällen die chirurgische Wurzelbehandlung in Form der Wurzelspitzenresektion (WSR) als einziger Ausweg zur Zahnerhaltung.

Welche Alternativen der Zahnbehandlung habe ich?

Wurzelbehandlungen stellen oft die letzte Möglichkeit dar, einen Zahn zu erhalten. Im Falle eines Misserfolges sind Revisionen oder chirurgische Eingriffe die einzigen noch verbleibenden Alternativen außer der Extraktion (Entfernung). Der extrahierte Zahn muss in der Regel durch Zahnersatz (Brücke, Implantat, Prothese…) ersetzt werden.

Ist die Wurzelspitzenresektion eine Alternative zur nicht-chirurgischen Wurzelbehandlung?

Für den Erfolg einer Wurzelbehandlung sind die Reinigung und Füllung des gesamten Kanalsystems notwendig. Dies kann eine Wurzelspitzenresektion nicht leisten, da bei dieser Therapie nur im Bereich der Wurzelspitze behandelt wird.

Eine Wurzelspitzenresektion kann niemals eine gründliche Reinigung und exakte Füllung der kompletten Wurzelkanäle ersetzen. So ist in der Regel eine möglichst ordnungsgemäße nicht-chirurgische Wurzelbehandlung die Voraussetzung für einen erfolgversprechenden chirurgischen Eingriff.

Welche Komplikationen können auftreten?

Bei jedem chirurgischen Eingriff sind Komplikationen möglich. Einige Komplikationen lassen sich durch das Verhalten nach dem Eingriff minimieren (z.B. gut kühlen, kein Sport, nicht rauchen, …). Je nach Zahngebiet können auch anatomische Strukturen (z. B. Nerven, Kieferhöhle) eine enge Lagebeziehung zur Wurzelspitze haben. Für die Darstellung ist ggf. ein zusätzliches Röntgenbild notwendig. Ihr Zahnarzt wird Sie nach gründlicher Untersuchung über die möglichen Komplikationen und Risiken aufklären. Nach dem Eingriff erhalten Sie dann genaue Anweisungen, wie Sie sich verhalten sollten, um den Heilungsverlauf so optimal wie möglich zu gestalten.

Wie ist die Prognose einer chirurgischen Wurzelkanalbehandlung?

In der Literatur wird die Erfolgschance einer Wurzelspitzenresektion mit über 80% angegeben. Die Prognose ist aber auch in entscheidendem Maße von der Qualität der vorherigen nicht-chirurgischen Wurzelkanalaufbereitung und Wurzelkanalfüllung abhängig.

Die Abfolge einer Wurzelspitzenresektion (WSR)

Grundsätzlich ist zu sagen, dass häufig im Zusammenhang mit einer WSR die zuvor durchgeführte Wurzelkanalfüllung erneuert werden muss. Das heißt, der Wurzelkanal wird erneut gereinigt, desinfiziert und gefüllt.

Der chirurgische Eingriff findet in folgenden Schritten statt:

1. Freilegung der Wurzelspitze

Im ersten Schritt wird nach einer Anästhesie die Mundschleimhaut über der Wurzelspitze gelöst und angehoben, um den Knochen über der Wurzelspitze freizulegen. Nun kann im zweiten Schritt das Entzündungsgewebe entfernt und der Bereich um die Wurzelspitze gesäubert werden.

2. Reinigung des Wurzelkanals

Mit grazilen Ultraschallspitzen wird der Wurzelkanal von der Wurzelspitze her aufbereitet und gereinigt. Für eine schonende und sichere Durchführung, besonders im Sinne einer Reinigung und Füllung der Wurzelkanäle von der Wurzelspitze aus, sind grazile Spezialinstrumente wie z.B. feine Ultraschallspitzen, feinste Füllspatel und Stopfer notwendig.

3. Wurzelkanalfüllung und Wundverschluss

Danach wird der Wurzelkanal auch von der Wurzelspitze aus wieder gefüllt und das Wundgebiet vernäht. Das Ergebnis wird mit einem Röntgenbild überprüft.

4. Heilung und Nachkontrolle

Bei erfolgreicher Behandlung heilt der Knochendefekt nach einem Zeitraum von mehreren Monaten. Das Heilungsergebnis wird mit Röntgenbildern in regelmäßigen Abständen kontrolliert.

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Telefax: 0251 663360

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Mo. – Di.
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Mi.
08:30 – 13:00 Uhr

Do.
08:30 – 13:00 Uhr
14:00 – 17:00 Uhr

Fr.
08:30 – 13:00 Uhr


Möchten Sie sich näher über eine Wurzelbehandlung informieren?
Oder wollen Sie wissen, ob Ihr Zahn womöglich noch zu retten ist?
Dann vereinbaren Sie einen Termin in unserer Zahnarztpraxis.
Wir helfen Ihnen gern!

Ein Einblick in den Behandlungsablauf einer Wurzelbehandlung finden Sie im folgenden Video von PRODENTE e.V.

 Alternativer Text Die Kampagne “Erhalte Deinen Zahn” ist eine Initiative der Deutschen Gesellschaft für Endodontologie und zahnärztliche Traumatologie e.V. (DGET) in der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung e.V. (DGZ). Sie bietet Informationen über mögliche Behandlungsalternativen und gibt auch Hilfestellung beim Zahnunfall.

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